Als moderne, innovative Einrichtung sind wir beständig an Weiterentwicklung interessiert, um mit wirksamen Arbeitsformen Antworten auf die sich ständig verändernden Bedarfe zu finden.
Die Arbeit in Projekten ermöglicht es uns, kreativ neue Arbeitsformen und Methoden zu entwickeln und auszuprobieren, um nach einer Auswertung die gelungenen Elemente in unsere pädagogischen Angebote möglichst regelhaft zu integrieren.
Innovation ist jedoch nur möglich, wenn neben Ideenreichtum, Fachlichkeit und Kreativität auch finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen.
Sind Sie daran interessiert, uns finanziell oder ideell in unseren Projekten zu unterstützen oder sind Sie geleitet von einer Vision und suchen einen kompetenter Partner, der diese mit Ihnen teilt und konkret etwas entwickelt?
Wir freuen uns über eine Anfrage von Ihnen.
Das Projekt „Abenteuer Sprache“ umfasst verschiedene regelmäßige und einmalige Aktionen, Exkursionen und Angebote zur Sprachförderung innerhalb und außerhalb der Kita-Räumlichkeiten.
Als Weiterentwicklung des Sprachprojektes „Kinder ins Freie“ führe ich 2 mal wöchentlich mit einer festen Kindergruppe mit je 12 Kindern Spaziergänge durch den Stadtteil durch. Dabei lernen sie auf spielerische Weise ihren Stadtteil noch näher kennen. Unsere Spaziergänge beginnen wir mit einer Einstiegsrunde in der Kita. Dabei ist unser Begrüßungslied „Ich hab ein helles Glöckchen“ fester Bestandteil. Dann besprechen wir wo es hingeht und schauen uns den Weg auf dem Stadtplan an. Oft bringen die Kinder eigene Themen ein, die besprochen werden wollen. Mit dem Lied „Wir laufen in die Welt hinaus“ machen wir uns auf den Weg. Mithilfe von Reimen lernen wir einige Namen von Straßen und Plätzen sowie deren Hintergrund, z.B. dass es eine Burg „Teck“ gibt. Oft beginnen wir mit der gleichen Route zur Wiederholung.
Der Lukasplatz ist ein sehr beliebter Ort zum spielen. Wir sahen uns die Lukaskirche von innen an, nahmen uns Zeit den Bergfriedhof zu überqueren und einiges dabei zu entdecken- schönes und trauriges, erkundeten die Umgebung der Villa Berg, dem kleinen Schloss von König Karl und Königin Olga (und werden es wohl noch einige Male tun) und sehen uns an wo jeder wohnt. Die Kinder können sich immer besser orientieren, und sie werden zunehmend selbstständiger.
Abschließend lassen wir unseren Spaziergang immer gemeinsam revuepassieren und halten die Erinnerungen schriftlich fest.
In der Waldwoche fuhren wir mit Bahn und Bus nach Buoch oberhalb des Remstals. Dort verbrachten wir im Wald aufregende und entdeckungsreiche Tage. Allein die Fahrten morgens und nachmittags sorgten für viele Sprachanlässe. Wir sorgten täglich selbst für unser Essen, wobei alle mithalfen das Feuer zu machen mit all den entsprechenden Vorbereitungen, Kartoffeln zu putzen, Gemüse zu schnippeln, Pfannkuchenteig einzurühren,… Bei sehr sommerlichem Wetter erlebten die Kinder beispielsweise was ein Echo ist, wie Kirschen direkt vom Baum schmecken und wie sich Heu anfühlt. Am vierten Tag konnten uns fünf Eltern begleiten.
Desweiteren stehe ich allen Kindern der Gruppe an einem Nachmittag in der Woche einfach zur Verfügung, um mit ihnen Bücher anzuschauen, die sie sich aussuchen und Sprachspiele zu spielen. Viele Kinder lassen sich sehr gern Märchen erzählen oder vorlesen, einige schlüpfen gern selbst in die Rolle der Märchenfiguren- bevorzugt die der Prinzessin. Dazu werden wir in den Wintermonaten wohl noch mehr Zeit finden.
An 2 Wochen im Jahr organisieren wir sogenannte Kreativtage. In Zusammenarbeit mit einer Musikpädagogin, oder einer Theaterpädagogin singen, spielen und musizieren die Kinder, entwickeln ein kleines Stück, sind bei beim Erstellen der Requisiten beteiligt und laden dann ihr Familien und die anderen Kinder zur Vorführung ein. Besuche im Kindertheater oder im Wortkino runden die Aktivitäten rund ums Thema Sprache ab.
Ermöglicht wird dieses tolle Projekt durch die großzügige Unterstützung des Lions Club Stuttgart Schlossgarten. Darüber hinaus sind wir auf der Suche nach weiteren Förderern.
Faszination Fußball erleben
Fußball ist ein dominierendes Phänomen unsererAlltags- und Freizeitkultur. Über alle soziale Schichten und Altersstufen hinweg ist das Fußballspiel in unserer Gesellschaft tief verankert. weiter...
Hilfen zur Erziehung
Auch im Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE) wird
versucht, einzelne Teile des EEC-Konzepts umzusetzen. Inhaltlich geht
es dabei vor allem um die Einbeziehung der Eltern. weiter...
Was ist EEC?
Das Early Excellence Konzept
Early Excellence ist ein Bildungskonzept, das auch viele Züge von Gemeinwesenarbeit trägt. Es wurde in Corby/England 1983 federführend von Margy Whalley entwickelt und in verschiedenen Regierungsprogrammen in England flächendeckend verbreitet.
Folgende drei Grundannahmen liegen dem Konzept zugrunde:
Wir haben 2007 begonnen, das Konzept im Rahmen des Orientierungsplanes sowohl in der Kindertagesstätte als auch in modifizierter Form im Bereich der Hilfen zur Erziehung zu implementieren. Das EEC-Konzept mit seinen pädagogischen Strategien, seinem ethischen Code, seiner Beobachtungssystematik, den individuellen Förderangeboten für jedes Kind und der engen Zusammenarbeit mit den Eltern ist in St. Josef gut angekommen. Nicht nur über die veränderte Beobachtungssystematik beim Kind, sondern auch über den Einbezug von Eltern in den Gruppenalltag und verschiedenste Wort- und Bilddokumentationen in den Gruppenräumen ist es gelungen, die Arbeit in St. Josef viel transparenter und den Umgang mit Eltern noch partnerschaftlicher zu gestalten. Heute können wir Eltern immer mehr aus der Tiefe unserer Herzen in unserer Einrichtung willkommen heißen.
Und das Schöne daran ist, dass Eltern dies spüren und es mit einem hohen Maß an Vertrauen, welches sie unseren PädagogInnen entgegenbringen, zurückzahlen.
Mit der Übernahme der beiden Kitas in der Koblenzer Straße und in der Posener Straße in Bad Cannstatt durch St. Josef Anfang 2011 wird auch dort nach dem EEC-Konzept gearbeitet und der Aufbau von Familienzentren angestrebt.
Stetig voran schreitet die wissenschaftliche Begleitung durch die Hochschule Esslingen unter der Regie von Frau Prof. Dr. Kölsch-Bunzen. Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass inzwischen mehrere Bachelorarbeiten an verschiedenen Hochschulen zu Fragestellungen rund um EEC in St. Josef verfasst worden sind, die im Frühjahr 2011 in einem Buch beim Dohrmann Verlag erscheinen werden.
Die Idee, als "Leuchtturmeinrichtung" zu fungieren und so beispielhaft in der fachlichen Weiterentwicklung Richtung EEC voranzugehen, konnte in St. Josef inzwischen realisiert werden. EEC leuchtet weit über die Grenzen Stuttgarts hinaus. Das Interesse für die Philosophie und das Konzept von EEC nimmt auch im "wilden Süden" zu, was sich in regelmäßigen Konsultationen interessierter Gruppen aus Städten und Gemeinden, Hochschulen, Fachschulen etc. widerspiegelt. Personen und Gruppen mit Interesse an EEC bzw. Familienzentrum können Konsultationen von 1,5 oder 3 Stunden in St. Josef in Anspruch nehmen.
EEC-ExpertInnen aus St. Josef sind mittlerweile auch gefragte ReferentInnen bei verschiedenen Fachveranstaltungen (z.B. KVJS, Parteien, Impulsforen, Inhouse-Seminaren …)
Außerdem findet das EEC-Konzept eine Weiterverbreitung dadurch , dass in Absprache mit dem Verein Early Excellence St. Josef gemeinsam mit der Bildungsakademie St. Loreto Schwäbisch Gmünd seit November 2010 eine Weiterbildung zur EEC-BeraterIn im Großraum Stuttgart anbietet - als Alternative zu Berlin mit dem Vorteil kurzer Wege und eines Zuschnitts auf die regionalen Verhältnisse.
Jedes Kind ist exzellent:
Die hinter dieser Annahme stehende Grundhaltung ist Voraussetzung für eine Arbeit, welche den (positiven) Blick vor allem auf die individuellen Befähigungen und Interessen von Personen richtet und nicht zuallererst Fehlersuche betreibt sowie an irgendwelchen Defiziten "herumzudoktern" versucht.
Ähnlich wie Bestsellerautor Eckart von Hirschhausen in seiner "Pinguingeschichte" veranschaulicht, dass nämlich ein Pinguin im Wasser bestechend "in seinem Element ist" (im Wüstensand dagegen "ganz alt aussehen" würde), sollten Eltern und Pädagogen herausfinden, was das aktuelle Thema, Interesse, die Lieblingsbeschäftigung des Kindes ist und das Kind darin fördern.
So wie es der "Pen Green Loop" im EEC-Konzept vorsieht, versuchen wir in der Arbeit von St. Josef die Entwicklung des Kindes mithilfe passgenauer, kreativer Angebote individuell zu stärken und Fähigkeiten herauszubilden. Und das geht eben am besten in enger Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern.
Mit jeder Erfahrung des Kindes, dass es etwas (gut) kann, eine Anforderung erfolgreich bewältigt, Anerkennung, Lob oder zumindest Interesse anderer dafür erntet, wächst im übrigen seine Bereitschaft, sich anderen, auch "schwierigen" oder "ungeliebten" Themen oder Aufgaben zuzuwenden.
Einbeziehung von Eltern in die Arbeit von St. Josef:
Neben der allgemeinen Möglichkeit, über eine Tätigkeit als Elternbeirat in einer der zahlreichen Kita-Gruppen, bei Ausflügen, Festen u. ä. Anlässen sich zu engagieren, bietet St. Josef Eltern einige weitere Möglichkeiten der Mitarbeit und Gestaltung an.
Zu nennen ist in diesem Zusammenhang die „Projektgruppe Familienzentrum“, die seit der Eröffnung des Familienzentrums besteht. Sie ist zu gleichen Teilen aus Eltern und MitarbeiterInnen zusammengesetzt, trifft sich etwa viermal im Jahr, wertet dabei die Angebote aus, reflektiert neue Ideen und gestaltet das Programm des Familienzentrums. Erziehungspartnerschaft und Elternbeteiligung finden hier (aber nicht nur hier) beispielhaft ihren Ausdruck in St. Josef.
Ähnlich offene „Zutrittsmöglichkeiten“ gibt es z.B. für die Eltern, deren Kinder in einer Flexiblen Tagesgruppe betreut werden. Dort ist inzwischen ein Eingangsbereich entstanden, in dem Eltern ihren Platz zum Verweilen finden können, nebenbei gemütlich eine Tasse Kaffee trinken können oder das Erlebnisbuch ihres Kindes anschauen können. Darüber hinaus können sie einfach Zugang zu ihrem Kind finden, ggf. bei den Hausaufgaben dabei sein oder beim Spielen und informelle Möglichkeiten zum Austausch mit den Pädagogen nützen.
Der neu gestaltete Pfortenbereich mit der Tauschbörse für Kleider, Spiele, Bücher ist inzwischen ein weiterer Bereich, in dem Eltern Verantwortung übernehmen und mitarbeiten.
Die Öffnung in den Stadtteil:
Mit dem Aufbau eines Familienzentrums in der Haussmannstraße 158 im Stuttgarter Osten, das inzwischen über eine vielfältige Angebotspalette verfügt, hat St. Josef die Öffnung der Kita in den Stadtteil auch äußerlich sichtbar vollzogen.
Ein Beamer im Eingangsbereich weist mehrsprachig auf das Angebot im Familienzentrum hin. Ein Schaukasten am Gehweg, ein Dauerinserat in der Stadtteilzeitung, Aushänge in den Kitas und in den beiden ambulanten Dienststellen für Hilfen zur Erziehung, Flyer beim Beratungszentrum des Jugendamtes, bei Ärzten, in Schulen etc. dienen ebenfalls der Bekanntmachung der Angebote, wobei die persönliche Ansprache immer noch den größten Effekt erzielt.
Die stark gewachsene Zahl von Anmietungen zeigt ebenso wie die vielen Angebote in Kooperation mit anderen Institutionen (vor allem Elternseminar, aber auch Privatinitiativen oder Interdisziplinäre Frühförderstelle des Gesundheitsamtes) den gestiegenen Bekanntheitsgrad des Familienzentrums und die zunehmende Verknüpfung mit anderen im Stadtteil.
Förderung von St.Josef:
Diese Freunde, diese "Seelenverwandten", dieses EEC-Netzwerk braucht es ebenso wie Förderer bei der Finanzierung. Wir sind froh, auf all das zurückgreifen zu können. Ohne die großzügige Unterstützung durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung, der an dieser Stelle nochmals unser ausdrücklicher Dank für Ihr Engagement in St. Josef gebührt, hätte St. Josef den 2007 eingeschlagenen Weg nicht bis zu dem heutigen Punkt gehen können.Danke!
Ein Konzept lebt erst durch Personen. Daher gilt Dank und Anerkennung all den in hohem Maße begeisterungsfähigen und engagierten MitarbeiterInnen und Eltern in St. Josef und den einzigartigen Kindern mit ihren vielen wunderbaren Begabungen.
Michael Leibinger | E-Mail: michael.leibinger@ wir wollen keinen Spam at st-josefggmbh.de